HONOR Magic 8 Pro Test: Großes Upgrade & kleines Downgrade

HONOR Magic 8 Pro Test
© Tech-Zentrum

Das Magic 7 Pro hat mich in unserem Test Anfang letzten Jahres vollends überzeugt und war lange Zeit sogar mein Lieblings-Smartphone. Hauptgrund dafür war das starke Gesamtpaket ohne größere Schwächen, zu dem auch die Software ihren Teil beigetragen hat. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen und mit dem HONOR Magic 8 Pro wurde heute endlich der Nachfolger offiziell vorgestellt. Die Vorfreude meinerseits war entsprechend groß, da ich mir einiges von diesem Flaggschiff-Smartphone erhofft habe. Rein auf dem Papier hat sich allerdings nicht allzu viel getan, wobei der deutlich größere Akku positiv hervorsticht. Wie sich das HONOR Magic 8 Pro im Alltag schlägt und welche Stärken und Schwächen es bei einer UVP von 1.299 Euro bietet, liest Du in diesem Test.

Technische Daten des HONOR Magic 8 Pro

Abmessungen161,2 x 75 x 8,3 Millimeter
Gewicht219 Gramm
FarbenSunrise Gold, Sky Cyan, Black
Display6,71 Zoll – OLED – 120 Hertz – 2.808 x 1.256 Pixel – 6.000 Nits (Peak)
SoftwareMagic OS 10 – Android 16
Prozessor & SpeicherQualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5
12 GB RAM + 512 GB ROM
Akku6.270 mAh
100 Watt Fast-Charging
80 Watt Wireless-Charging
Wireless-Reverse-Charging
Kamera50 Megapixel Hauptkamera –  f/1.6 – 1/1.3 Zoll
50 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera – f/2.0 – 1/2.88 Zoll
200 Megapixel Telekamera – f/2.6 – 1/1.4 Zoll – 3,7x optischer Zoom
Frontkamera50 Megapixel Frontkamera – f/2.0 – 1/2.93 Zoll
Preis1.299 Euro (UVP)

Unboxing und Lieferumfang

Bei der Verpackung des HONOR Magic 8 Pro hat sich im Vergleich zum letzten Jahr tatsächlich etwas getan. Sie ist zwar weiterhin recht schmal, präsentiert sich nun jedoch nicht mehr in Schwarz, sondern in Silber, was auf die Farbe Sky Cyan anspielt. Zudem ist auf der Vorderseite ein kleiner Kreis eingeprägt, der eine Anspielung auf den kreisförmigen Kamerabump darstellt.

Der Lieferumfang unterscheidet sich leider nicht vom Vorgänger. Neben dem HONOR Magic 8 Pro findest Du lediglich eine SIM-Nadel, das übliche Papiermaterial sowie ein USB-C-auf-USB-C-Ladekabel. Dass weder Netzteil noch Schutzhülle beiliegen, ist heutzutage zwar nichts Ungewöhnliches, bleibt angesichts des hohen Preises aber dennoch schade. HUAWEI liefert das Pura 80 Pro beispielsweise inklusive Netzteil aus.

Design

Mit Abmessungen von 161,2 mm in der Höhe und 75 mm in der Breite ist das HONOR Magic 8 Pro im Vergleich zum Vorgänger tatsächlich minimal kompakter geworden, was ich sehr begrüße. Das Magic 7 Pro war mir persönlich fast schon einen Tick zu breit. Außerdem ist es mit 8,3 mm auch etwas dünner, wobei es natürlich nicht an das Samsung Galaxy S25 Edge oder iPhone Air herankommt.

Insgesamt liegt das Magic 8 Pro angenehm und griffig in der Hand, wozu auch die minimal abgerundete Rückseite beiträgt. Der Rahmen aus mattem Metall ist zwar nach wie vor recht kantig, aber verglichen mit dem Vorgänger ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Der Rahmen fühlt sich stabil und hochwertig an und sieht dank dem gebürsteten Look wunderschön aus. Mich erinnert er stark an das Vivo X200 Pro. Gerne mehr davon!

Das einzige Downgrade

Kommen wir nun leider zum größten und zugleich einzigen Downgrade gegenüber dem Vorgänger, nämlich der Rückseite. Als ich erstmals einen Blick auf das Datenblatt des HONOR Magic 8 Pro geworfen habe, stach mir sofort das Gewicht von 219 Gramm ins Auge. Nicht, weil es überdurchschnittlich hoch wäre, sondern weil es trotz deutlich größerem Akku sogar etwas geringer als beim Vorgänger ausfällt. Zunächst konnte ich mir diesen Unterschied nicht erklären und ging von einem Fehler im Datenblatt aus. Als ich das Smartphone einige Tage später dann erstmals in die Hand genommen habe, wurde mir jedoch schnell klar, warum das Gewicht niedriger ist.

Die Rückseite besteht tatsächlich aus Kunststoff. Da Kunststoff spürbar leichter als Glas ist, erklärt sich dadurch das geringere Gewicht. Ich kann zwar nachvollziehen, warum sich HONOR für dieses Material entschieden hat, da das Smartphone ansonsten sehr schwer geworden wäre, dennoch bleibt die Entscheidung enttäuschend. Für ein Flaggschiff-Smartphone im Jahr 2026 ist das aus meiner Sicht nicht angemessen, insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz. Mir ist kein anderes aktuelles Flaggschiff-Smartphone jenseits der 1.000-Euro-Marke bekannt, das auf eine Kunststoff-Rückseite setzt.

Nichtsdestotrotz muss ich HONOR zugutehalten, dass hier ein sehr hochwertiger und sauber verarbeiteter Kunststoff verwendet wird. Er fühlt sich zwar nicht so edel wie Glas an, ist aber bei weitem nicht mit dem Eindruck vieler Mittelklasse-Smartphones vergleichbar.

Wunderschöne Optik

Bei den Farben hast Du die Wahl zwischen Schwarz, Gold und Sky Cyan. Letztere ist eine interessante Farbe, die je nach Lichteinfall immer etwas anders aussieht. Meistens wirkt die Farbe wie ein ausgewaschenes Silber, aber im richtigen Licht schimmert sie grünlich und teilweise leicht bläulich, was echt cool aussieht. Das rundliche Kameradesign gefällt mir wie auch schon beim Magic 6 Pro und 7 Pro sehr gut.

Auch die Vorderseite hat es mir mal wieder angetan. Der Rand um den Bildschirm ist symmetrisch, super dünn und minimal zu allen vier Seiten hin abgerundet. Allerdings nicht ganz so stark wie beim Vorgänger. Recht auffällig ist die Aussparung für die Frontkamera. Diese ist größer als bei vielen Konkurrenten, denn hier verbirgt sich nicht nur die Frontkamera, sondern auch die Technik für eine 3D-Gesichtserkennung. Die Tasten auf der rechten Seite sind hervorragend verarbeitet und sind optimal zu erreichen. Zusätzlich gibt es noch eine AI-Taste, die ich im Alltag immer mal wieder aus Versehen gedrückt habe. Ich komme im Software-Teil nochmal darauf zu sprechen.

Display

Das Display des HONOR Magic 8 Pro ist mit 6,71 Zoll nur unwesentlich kleiner geworden. Beim Vorgänger waren es noch 6,8 Zoll. Es handelt sich um ein OLED-Display, welches mit 2.808 x 1.256 Pixel angenehm scharf auflöst und eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz unterstützt. Letztere machen sich im Alltag definitiv positiv bemerkbar. Alles wirkt butterweich und flüssig.

HONOR Magic 8 Pro Display
© Tech-Zentrum

In Sachen Displayqualität sehe ich ehrlich gesagt keinen Unterschied zum Vorgänger, was aber auch nicht schlimm ist, denn schon das Magic 7 Pro hatte eines der besten Displays. Farben werden im natürlichen Farbmodus äußerst realistisch wiedergegeben, was mir sehr gut gefällt. Wenn Du es allerdings etwas gesättigter, wärmer oder kälter magst, kannst Du das in den Einstellungen nach Deinem eigenen Geschmack anpassen. Die Blickwinkelstabilität ist super und auch bei der Helligkeit gibt es nichts zu meckern. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung konnte ich das Display noch ohne Probleme ablesen.

Software

Als Software kommt die hauseigene Magic OS in Version 10 – auf Basis von Android 16 – zum Einsatz. Beim Update-Support war HONOR in den letzten Jahren schon sehr gut dabei, aber mit dem HONOR Magic 8 Pro sind sie nun zusammen mit Samsung und Google die neue Nummer 1 im Android-Segment. Es wird stolze 7 Jahre lang mit großen Android- und Sicherheits-Updates versorgt. Das Magic 8 Pro bekommt also noch Android 23! Ganz großes Lob an HONOR!

Wer mich schon etwas länger verfolgt, wird wissen, dass ich ein riesengroßer Fan von MagicOS bin. Es unterscheidet sich zwar deutlich von Stock-Android, wurde in den letzten Jahren jedoch immer aufgeräumter und optisch ansprechender. Mit MagicOS 10 schlägt HONOR nun eine neue Designrichtung ein, die mich stellenweise an das Liquid-Glass-Design von iOS 26 auf den iPhones erinnert – insbesondere im Kontrollzentrum und auf dem Sperrbildschirm. Optisch gefällt mir das durchaus, dennoch habe ich das eher klassische Design von MagicOS 9 persönlich etwas bevorzugt.

Davon abgesehen bin ich nach wie vor sehr angetan von MagicOS. Besonders gefallen mir die App-Icons, das Steuerfeld, der App-Drawer, die Galerie-App, das Always-On-Display sowie die flüssigen Animationen. Letztere werden bei kaum einem anderen Smartphone so konstant und geschmeidig dargestellt wie beim HONOR Magic 8 Pro.

AI-Taste

Der Hersteller verbaut im HONOR Magic 8 Pro eine zusätzliche Taste, die sich auf der rechten Seite befindet. Sie sitzt recht weit unten, wodurch sie nicht ganz so angenehm zu erreichen ist. HONOR bezeichnet diese Taste als „AI-Taste“. Das Konzept ist relativ ähnlich wie bei Apple mit dem Action-Button. Du kannst in den Einstellungen auswählen, was bei einmaligem, zweimaligem und langem Drücken passieren soll. Du hast die Wahl zwischen:

  • Nichts
  • Kamera öffnen
  • KI-Bildschirmvorschläge: Stellen empfohlene KI-Services basierend auf Deinem Bildschirminhalt bereit.
  • KI-Einstellungsagent: Damit kannst Du Deine Systemeinstellungen ganz einfach steuern.
  • KI-Fotos-Agent: Du kannst KI-Fotobearbeitungen mit nur einem Antippen vornehmen.
  • HONOR AI öffnen
  • KI-Erinnerungen: Die KI erkennt Deinen Bildschirminhalt und merkt sich diesen.
  • Google Lens: Du kannst die Kamera zum Übersetzen, Identifizieren von Pflanzen oder zum Suchen nach Produkten verwenden.

Ich persönlich nutze all diese AI-Funktionen kaum. Die KI-Bildschirmvorschläge finde ich zwar ganz cool, wirklich benötigen tue ich sie jedoch nicht. Wer allerdings Freude an solchen KI-Funktionen hat, wird mit dem HONOR Magic 8 Pro sehr glücklich werden. HONOR hat das insgesamt ziemlich gut umgesetzt.

Außerdem kannst Du in der Kamera-App im Querformat über die Taste streichen und so bequem zoomen. Das funktioniert zwar sehr zuverlässig und smooth, aber praktisch finde ich das eher weniger, denn dafür sitzt die Taste zu weit oben.

Performance

Unter der Haube des HONOR Magic 8 Pro werkelt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt ist. In Deutschland gibt es nur eine Speicherversion mit 12 GB RAM und 512 GB internem Speicher, was man bei der hohen UVP natürlich immer im Hinterkopf behalten sollte. Der Speicher lässt sich nicht erweitern.

Auch wenn die Prozessoren auf dem Papier von Jahr zu Jahr immer stärker werden, bemerkt man davon im Alltag eher weniger etwas. Viel eher machen sich diese Veränderungen beim Zocken oder bei anderen aufwendigeren Dingen bemerkbar und genau da kann der Snapdragon 8 Elite Gen 5 auf ganzer Linie überzeugen. Spiele laufen flüssig und sehen einfach toll aus. Die alltägliche Performance ist hervorragend, Ruckler und Verzögerungen gab es tatsächlich kein einziges Mal bisher und die Animationen sind bei kaum einem anderen Smartphone so flüssig und ansehnlich. Auch das RAM-Management ist top.

HONOR Magic 8 Pro Performance
© Tech-Zentrum

Das einzige, was verbessert werden könnte, ist die AI-Funktion „Text extrahieren aus Foto“ in der Galerie. Wenn Du beispielsweise ein Plakat mit einem Link fotografiert hast und gerne den Link im Browser öffnen möchtest, kannst unten rechts auf „Text extrahieren“ klicken. Anschließend kannst Du alle erkannten Texte im Bild markieren und kopieren. Für meinen Geschmack dauert es aber oftmals ziemlich lange, bis die ganzen Texte im Bild erkannt werden. Google bekommt das besser hin.

Akku

Beim Akku hat sich auf dem Papier am meisten getan, was ich sehr begrüße. Während der Akku im Vorgänger „nur“ 5.270 mAh groß war, kommt im europäischen HONOR Magic 8 Pro ein stolzer 6.270 mAh Akku zum Einsatz. 1.000 mAh mehr ist eine echte Ansage! Dennoch muss ich anmerken, dass der Akku im chinesischen Modell mit 7.100 mAh immer noch deutlich größer ist. Natürlich finde ich es schade, dass wir dieses Modell nicht auch in Deutschland bekommen, aber 6.270 mAh sind völlig ausreichend und deutlich mehr als beim Vorgänger.

Nicht nur auf dem Datenblatt, sondern auch im Alltag macht sich dieser Sprung positiv bemerkbar. Das HONOR Magic 8 Pro ist nach dem Magic 6 Lite das beste Akku-Smartphone, das ich jemals getestet habe. In unserer aktuellen Akku-Bestenliste belegt es den zweiten Platz:

Ich komme mit dem HONOR Magic 8 Pro problemlos durch zwei Tage, was schlicht beeindruckend ist. Bei einer Screen-On-Time von 3,5 bis 4,5 Stunden habe ich am Ende des Tages noch zwischen 67 und 77 Prozent Akkuladung übrig. Beim Vorgänger lagen die Werte mit 54 bis 69 Prozent ebenfalls bereits auf einem sehr guten Niveau. Fast Charging ist mit bis zu 100 Watt möglich. In rund 45 Minuten ist der Akku vollständig geladen, zudem wird Wireless Charging mit bis zu 80 Watt unterstützt. Es ist allerdings schade, dass das passende Netzteil nicht im Lieferumfang beiliegt.

Kamera

Von den Kameras habe ich mir nach meinem Testbericht zum Magic 7 Pro und dem Kameravergleich mit dem Pixel 9 Pro tatsächlich am meisten vom HONOR Magic 8 Pro erhofft. Nicht, weil die Kameras schlecht gewesen wären, sondern weil ich hier noch am ehesten Verbesserungspotenzial gesehen habe. Leider haben sich die Kameras auf dem Papier jedoch kaum verändert:

  • 50 Megapixel Hauptkamera –  f/1.6 – 1/1.3 Zoll
  • 50 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera – f/2.0 – 1/2.88 Zoll
  • 200 Megapixel Telekamera – f/2.6 – 1/1.4 Zoll – 3,7x optischer Zoom
HONOR Magic 8 Pro Kamera
© Tech-Zentrum

Fangen wir zunächst mit der Hauptkamera an, bei der ich keine großen Verbesserungen wahrnehmen kann. Der Dynamikumfang ist hervorragend und Farben werden im Farbmodus „Natürlich“ sehr realistisch wiedergegeben, was mir sehr gut gefällt. Ähnlich wie beim Display kannst Du auch hier die Farbwiedergabe nach Deinem eigenen Geschmack anpassen. Standardmäßig ist der Modus „Dynamisch“ aktiviert, aber da sind mir persönlich die Farben deutlich zu übersättigt. Der Kontrast gefällt mir ebenfalls gut, wobei dunkle Bereiche hin und wieder zu dunkel dargestellt werden. Die Schärfe ist prinzipiell gut, aber ehrlich gesagt hätte ich mir hier noch etwas mehr erwartet. Auch das vergleichweise hohe Rauschlevel hat mich überrascht.

Bei schlechten Lichtbedingungen macht das HONOR Magic 8 Pro sehr schöne Aufnahmen. Sie werden ausreichend hell, farblich akkurat und angenehm scharf. Die fehlende variable Blende bemerkst Du hier zum Glück nicht. Insgesamt bin ich mit der Hauptkamera zufrieden, aber für das Magic 9 Pro erwarte ich einen größeren Sprung – eventuell einen 1-Zoll-Sensor?!

Auch die Ultraweitwinkel-Kamera macht ansehnliche Fotos mit gutem Dynamikumfang und ordentlicher Farbwiedergabe. Luft nach oben gibt es allerdings auch hier in Sachen Schärfe und Rauschunterdrückung. Bei Lowlight ist sie prinzipiell noch gut zu gebrauchen, aber sobald es sehr dunkel ist, solltest Du lieber zur Hauptkamera wechseln.

Die Zoomkamera hat im Vergleich zum Vorgänger ein solides Upgrade erhalten. Die optische Vergrößerung liegt nun bei 3,7x statt bei 3x, was sich im Alltag positiv bemerkbar macht. Du kannst näher an Objekte heranzoomen, ohne dass die Bildqualität dabei massiv leidet. Besonders gefallen mir die natürlichen Farben, die ansehnlichen Kontraste und die gute Schärfe. Der AI-Modus macht in den meisten Fällen einen guten Job und holt noch mehr Details aus den Bildern heraus. Selbst Aufnahmen mit 30-facher Vergrößerung bei schwierigen Lichtbedingungen sind noch gut nutzbar. An das Vivo X300 Pro kommt das HONOR Magic 8 Pro zwar nicht ganz heran, der Abstand fällt jedoch deutlich geringer aus als noch im letzten Jahr.

Bitte beachte, dass die folgenden Testbilder des HONOR Magic 8 Pro aus Speicher- und Ladezeitgründen komprimiert wurden:

Selfies und Videos

Die Selfie-Qualität ist auf einem sehr hohen Niveau. Gesichter werden sehr scharf und farblich ausgesprochen akkurat wiedergegeben, insbesondere die natürliche Farbdarstellung von Hauttönen weiß zu überzeugen. Auch die Schärfe ist insgesamt sehr gut, zudem ist der Dynamikumfang mehr als überzeugend.

Bei Videos fällt mein Fazit hingegen deutlich nüchterner aus. Zwar sind die Videoaufnahmen mit der Hauptkamera im Vergleich zum letzten Jahr spürbar besser geworden, für ein solch teures Flaggschiff-Smartphone reicht das Niveau aber weiterhin nicht aus. Farben wirken teils deutlich übersättigt, Details gehen schnell verloren und bei Dämmerung sind die Videos häufig zu dunkel. In diesem Bereich sind Apple, Samsung und Google nach wie vor klar überlegen.

Sonstiges

Rein von den Entsperrmöglichkeiten ist das HONOR Magic 8 Pro zweifelsohne mein Lieblings-Smartphone. Es verfügt sowohl über einen 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display als auch über eine 3D-Gesichtserkennung. Letztere arbeitet noch schneller als im Vorgänger. Schneller geht es kaum. Selbst bei kompletter Dunkelheit funktioniert die Gesichtserkennung aufgrund des Infrarot-Sensors optimal. Falls Dein Gesicht aber mal bedeckt ist, kannst Du auch den Fingerabdrucksensor nutzen, der hervorragend platziert ist. Ich kann ihn sehr gut mit dem Daumen erreichen, ohne dass ich umgreifen muss. Er arbeitet äußerst schnell und zuverlässig. Für mich ist er zusammen mit dem im Vivo X300 Pro der aktuell beste.

Der verbaute Vibrationsmotor des HONOR Magic 8 Pro ist sehr gut und noch etwas besser als im Vorgänger. An Vivo kommt HONOR aber nach wie vor nicht ganz heran.

Zu guter Letzt möchte ich noch die hervorragenden Stereo-Lautsprecher positiv hervorheben. Sie werden ausgesprochen laut und liefern einen sehr klaren, vollen und ausgeglichenen Klang.

Fazit zum HONOR Magic 8 Pro

Wie gut ist das HONOR Magic 8 Pro? Ist es das beste Smartphone auf dem Markt? Es gehört zumindest zu den besten Flaggschiff-Smartphones, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind, und überzeugt vor allem mit einer überragenden Akkulaufzeit. Auch Display, Performance, Software, Zoomkamera, Lautsprecher sowie die Entsperrmöglichkeiten runden das insgesamt sehr starke Gesamtpaket ab. Mit der Kunststoff-Rückseite gibt es allerdings auch ein klares Downgrade, das für ein Flaggschiff im Jahr 2026 jenseits der 1.000-Euro-Marke schlicht nicht angemessen ist. Hinzu kommt, dass ich mir von den Kameras insgesamt noch etwas mehr erhofft hätte, da sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig getan hat.

Abschließend lässt sich festhalten, dass das HONOR Magic 8 Pro eine solide Weiterentwicklung darstellt und aktuell zu meinen Lieblings-Smartphones zählt. Ich nutze es im Alltag sehr gerne und könnte es mir problemlos als täglichen Begleiter vorstellen. Aufgrund der hohen UVP und der überschaubaren Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger würde ich mit dem Kauf allerdings noch etwas abwarten. Ein Preis von rund 1.000 Euro – oder gerne auch weniger – wäre für das Magic 8 Pro aus meiner Sicht fair. Wer nicht so lange warten möchte, kann aktuell aber auch bedenkenlos zum Magic 7 Pro für rund 800 Euro * greifen. Alternativ lohnt sich zudem ein Blick auf die Konkurrenz von Vivo, OPPO, Xiaomi und Google.

Tech-Zentrum Gesamtbewertung: ⭐⭐⭐⭐🌟 (4,5 Sterne)

ProContra
✅ Schickes, wasserdichtes & gut verarbeitetes Gehäuse❌ Kunststoff-Rückseite
✅ Hervorragendes Display❌ (Kamerahardware-Upgrade wäre angebracht)
✅ Intuitive Software, 7 Jahre Updates & AI-Funktionen
✅ Exzellente Performance & viel Speicher
✅ Überragende Akkulaufzeit & schnelles Laden
✅ Solide Kameras, sehr gute Stereo-Lautsprecher, Fingerabdrucksensor & 3D-Gesichtserkennung

Vielen Dank an HONOR Deutschland für die Bereitstellung des HONOR Magic 8 Pro! 🙂

HONOR Magic 8 Pro kaufen

Alternativen

Vivo X300 ProGoogle Pixel 10 Pro XLOPPO Find X9 Pro
161,2 x 75,5 x 8 mm162,8 x 76,6 x 8,5 mm161,3 x 76,5 x 8,3 mm
6,78 Zoll – AMOLED – 2.800 x 1.260 Pixel – LTPO 120 Hz6,8 Zoll – OLED – 2.992 x 1.344 Pixel – 120 Hz6,78 Zoll – OLED – 2.772 x 1.272 Pixel – 120 Hz
MediaTek Dimensity 9500Google Tensor G5MediaTek Dimensity 9500
5.440 mAh
90 Watt Fast-Charging
5.200 mAh
45 Watt Fast-Charging
7.500 mAh (In der EU noch unbekannt)
80 Watt Fast-Charging
50 Megapixel Hauptkamera
50 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera
200 Megapixel Telekamera – 3,7x optisch
50 Megapixel Frontkamera
50 Megapixel Hauptkamera
48 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera
48 Megapixel Telekamera – 5x optisch
42 Megapixel Frontkamera
50 Megapixel Hauptkamera
50 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera
200 Megapixel Telekamera – 3x optisch
50 Megapixel Frontkamera
1.400 Euro (Stand Januar 2026) *1.060 Euro (Stand Januar 2026) *1.100 Euro (Stand Januar 2026) *
Unser Testbericht

* Bei diesen externen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Du darüber einkaufst, unterstützt Du den Blog – ohne dass Dir dadurch Mehrkosten entstehen. Vielen Dank für Deine Unterstützung🙂

Schreibe einen Kommentar