HONOR schickt mit der HONOR Watch 6 eine neue Smartwatch für eine UVP von 249,90 € ins Rennen. Sie verspricht ein modernes Design, über 120 Sportmodi, umfangreiche Gesundheitsfunktionen und eine lange Akkulaufzeit. Ich habe das Modell in Shadow Black einige Tage ausführlich getestet und berichte nun von meinen Erfahrungen. Viel Spaß beim Lesen. 🙂
Inhaltsverzeichnis
Technische Daten der HONOR Watch 6
| Abmessungen | 46,5 × 46,5 × 10,8 mm |
| Gewicht | 41 g (Shadow Black, ohne Armband) / ca. 50 g (Twighlight Brown) |
| Display | 1,46 Zoll AMOLED, 464 × 464 Pixel, 317 PPI |
| Wasserschutz | 5ATM, IP69 |
| Akku | 980 mAh |
| Konnektivität | Bluetooth 5.4, NFC, kein WLAN |
| GPS | GPS, GLONASS, BeiDou, GALILEO, QZSS, NavIC |
| Sportmodi | 122 |
| Kompatibilität | Android 9.0+ / iOS 15.1+ |
| Preis | 249,90 € (UVP) |
Unboxing und Lieferumfang
Die Verpackung der HONOR Watch 6 ist weiß, quadratisch und recht simpel gehalten. Im Lieferumfang stecken neben der Uhr selbst ein Ladekabel, eine Kurzanleitung inklusive Sicherheitshinweise sowie eine Garantiekarte. Mehr gibt es nicht. Das ist für diese Preisklasse absolut in Ordnung und ich vermisse nichts.
Design
Mit eienm Durchmesser von 46,5 mm und einer Höhe von 10,8 mm ist die HONOR Watch 6 definitiv keine kleine Smartwatch. Das Gewicht von 41 Gramm ohne Armband ist für diese Größe aber wirklich gering. Die schwarze Variante mit Aluminiumgehäuse liegt spürbar leichter am Handgelenk als viele Konkurrenten. Die braune Version mit Edelstahlrahmen bringt etwa 50 Gramm auf die Waage, was ebenfalls noch sehr angenehm ist.
Optisch macht die neue HONOR Smartwatch echt was her. Das runde Gehäuse mit den abgeschrägten Kanten und der feinen Sandstrahloberfläche sieht deutlich edler aus, als der Preis vermuten lässt. Man könnte fast meinen, man hält eine Titanlegierung in der Hand, auch wenn es keine ist.


In der Praxis trägt sich die Uhr den ganzen Tag angenehm. Bei mir entstand zu keiner Zeut ein unangenehmes Drücken. Ich habe ein eher schmales Handgelenk und fand die 46,5 mm ehrlich gesagt fast schon etwas zu viel. Wer kompakte Smartwatches bevorzugt, sollte das im Hinterkopf behalten. Wer dagegen auf große, markante Watches steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Verarbeitung der HONOR Watch 6 ist durchgehend klasse. Vor allem das Zahnrad an der rechten Seite fühlt sich hochwertig an und macht beim Bedienen einen guten Eindruck. Auch der Power-Button ist hervorragend verarbeitet und verfügt über einen guten Druckpunkt.
Display
Der chinesische Hersteller verbaut in der HONOR Watch 6 ein 1,46 Zoll großes AMOLED-Display mit 464 × 464 Pixeln, was eine Punktpixeldichte von 317 ergibt. Im Alltag werden Schriften gestochen scharf wiedergegeben und Farben wirken kräftig ohne übertrieben zu sein. Der AMOLED-typische Kontrast kommt besonders bei dunklen Watchfaces richtig gut zur Geltung, wobei ich auch schon ein paar andere AMOLED-Panels mit noch tieferen Schwarzwerten gesehen habe.

Was mich im Alltag am meisten überzeugt hat, ist die Helligkeit. Laut HONOR soll das Panel bis zu 3.000 Nits hell werden, was für eine Smartwatch eine echte Ansage ist. Ob die 3.000 Nits auch im Alltag erreicht werden, kann ich leider nicht sagen, aber im Alltag lässt sich das Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesen. Die Blickwinkelstabilität ist solide, aber hier gibt es noch ein wenig Luft nach oben. Bei (starken) seitlichen Neigungen verfärben sich besonders weiße Inhalte leicht bläulich.
Einrichtung und Health App
Die Kopplung läuft über die HONOR Health App, die für Android ab 9.0 und für iOS ab 15.1 verfügbar ist. Nachdem Du die App installiert hast, musst Du einfach die Uhr anschalten, die App (auf Deinem Smartphone) öffnen und anschließend das Gerät manuell oder automatisch hinzufügen. Dieser Prozess funktioniert schnell und zuverlässig.
Die App selbst hat mich positiv überrascht. Sie ist wirklich schick gestaltet, klar strukturiert und liefert auf Anhieb einen guten Überblick über alle Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Man findet sich schnell zurecht, ohne erst ewig durch Menüs klicken zu müssen. Einmal hatte ich allerdings ein kleines Problem. Ich wollte ein Software-Update direkt über die Uhr herunterladen, was aber nicht funktioniert hat. Stattdessen kam der Hinweis, das Update über die App auf dem Smartphone durchzuführen. Hat dann auch geklappt, aber intuitiver hätte das ruhig sein dürfen.
Die Bedienung der Uhr selbst ist gewohnt simpel. Von oben nach unten wischen für Benachrichtigungen und von unten nach oben für Benachrichtigungen für das Schnellmenü. Links und rechts gibt es Widgets. Dazu gibt es zwei physische Tasten an der rechten Seite, wobei die obere eine Kronenrotation unterstützt. Zum Scrollen durch Menüs ist das sehr angenehm.
Gesundheitsfunktionen
Kontinuierliche Herzfrequenzmessung, Blutsauerstoff (SpO2), Stresstest, Schlaftracking mit HRV-Analyse, Atemübungen, Körper-Energie-Level und ein täglicher Morgenbericht. Die Feature-Liste der HONOR Watch 6 ist für 250 Euro ist wirklich lobenswert. Der „Quick Health Scan“ liefert jederzeit auf Knopfdruck einen kompakten Überblick über die wichtigsten Vitalwerte.
Im Alltag habe ich hauptsächlich die Herzfrequenz, den Blutsauerstoff und das Schlaftracking genutzt und alle drei wirkten auf mich sehr akkurat und konsistent. Auch die Schlafdaten haben mir sehr gut gefallen. Die Aufteilung in Tiefschlaf, Leichtschlaf und REM-Phasen ist übersichtlich in der App dargestellt und wirkte auf mich plausibel. Der Schrittzähler ist ebenfalls zuverlässig, wenn auch nicht auf den letzten Schritt genau.
Sport und Fitness
Eine Smartwatch macht meiner Meinung nach am meisten Sinn, wenn Du regelmäßig Sport machst und Deine Fortschritte gerne tracken möchtest. Genau dafür eignet sich die HONOR Watch 6 hervorragend. Es gibt 122 Trainingsmodi, also da ist für nahezu jeden Sport etwas dabei. Ich habe die Uhr hauptsächlich für Einheiten im Fitnessstudio genutzt und das hat gut funktioniert. Herzfrequenz und Kalorienverbrauch wurden flüssig erfasst und die automatische Trainingserkennung hat meist zuverlässig angeschlagen.
Wer draußen trainiert, profitiert vom Dual-Band-GPS-System mit Unterstützung für gleich sechs Satellitensysteme, darunter GPS, GLONASS und BeiDou. Das sollte auch in schwierigeren Umgebungen präzise funktionieren. Interessant finde ich außerdem die Spezialmodi für Badminton und Fußball, die wirklich detaillierte Daten erfassen, etwa Smash-Geschwindigkeiten oder Laufweganalysen. Für Läufer gibt es zusätzlich einen KI-Laufcoach und detaillierte Laufmetriken. Strava-Synchronisation und Google Health Connect sind ebenfalls mit an Bord.
Performance
Der interne Speicher beträgt 4 GB ROM bei 32 MB RAM. Für den Alltag reicht die Performance gut aus. Apps öffnen flott und die Navigation durch Menüs läuft überwiegend flüssig. Hin und wieder gibt es aber leichte Ruckler sowie kurze Hänger und immer mal wieder friert das System auch kurz ein. Das ist nichts, womit man nicht leben kann, fällt aber auf und sollte für einen Preis von 250 Euro nicht passieren. Ich hoffe sehr, dass HONOR die Performance mit zukünftigen Software-Updates noch verbessert.
Akkulaufzeit
Im Inneren der HONOR Watch 6 steckt ein 980-mAh-Akku, der bei mir sehr gute Arbeitet leistet. Bei meiner Nutzung mit Fitnesstracking im Gym, dauerhafter Benachrichtigungsanzeige, Pulsmessung, Stoppuhr, SpO2 und gelegentlichem Schlaftracking kam ich problemlos auf 5 bis 7 Tage. Das ist für eine Smartwatch in dieser Klasse sehr gut. Wer GPS intensiv nutzt, holt naturgemäß etwas weniger raus, aber selbst dann dürften etwa 5 Tage problemlos möglich sein. Hier ist HONOR deutlich besser als beispielsweise die Samsung Galaxy Watch7.
Sonstiges
Der Wasserschutz nach 5ATM und IP69 macht die HONOR Watch 6 zum robusten Alltagsbegleiter. Schwimmen im Pool oder im Meer ist kein Problem, für Saunagänge oder tieferes Tauchen ist sie allerdings nicht ausgelegt. Zumindest letzteres hätte ich gerne gesehen.
Das „Video Watch Face“ ist eine nette Spielerei: Live-Fotos oder kurze Videos lassen sich als animierter Watchface-Hintergrund einrichten, was dem Display deutlich mehr Charakter gibt als ein statisches Ziffernblatt. Außerdem lassen sich gleichzeitig zwei Smartphones koppeln, um Benachrichtigungen zentral zu bündeln.
NFC-Bezahlen via Fidesmo Pay soll per OTA-Update im Juli 2026 kommen. Visa, Mastercard und Curve werden unterstützt. Zum Testzeitpunkt war das noch nicht verfügbar, daher kann ich dazu nichts aus eigener Erfahrung sagen. Schade, dass das nicht von Anfang an dabei ist, aber immerhin kommt es per Update nach.
Was mir fehlt: WLAN. In dieser Preisklasse hätte ich zumindest die Option erwartet, die Uhr ohne aktive Bluetooth-Verbindung zum Handy zu synchronisieren. Kein Dealbreaker, aber ein kleines Manko.
Fazit zur HONOR Watch 6
Wie gut ist die HONOR Watch 6? Abschließend kann ich sagen, dass die neue HONOR Smartwatch für 250 Euro eine überzeugende Smartwatch ist. Sie sieht gut aus, liegt angenehm leicht am Handgelenk, hat ein helles sowie scharfes Display und eine lange Akkulaufzeit. Die Gesundheits- und Sportfunktionen sind für diese Preisklasse sehr umfangreich und die HONOR Health App ist schick und übersichtlich.
Kleine Schwächen gibt es bei der Performance mit gelegentlichen Rucklern, dem fehlenden WLAN und dem noch nicht verfügbaren NFC-Payment. Wer damit leben kann, bekommt hier eine sehr gute Smartwatches in diesem Preissegment.
Wer schnell ist, bekommt die Watch 6 bis zum 17. Juli zum Sonderpreis: Shadow Black für 169,90 Euro, Twighlight Brown für 189,90 Euro, jeweils inklusive gratis Earbuds oder Kopfhörer für Newsletter-Abonnenten. Für den Preis ist das wirklich ein starkes Angebot.
Tech-Zentrum Gesamtbewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4 Sterne)
| Pro | Contra |
| ✅ Schickes, hochwertiges und wasserdichtes Gehäuse | ❌ Display-Blickwinkelstabilität könnte noch besser sein |
| ✅ Ordentliches Display | ❌ Performance mit Rucklern und Verzögerungen |
| ✅ Lange Akkulaufzeit | ❌ Kein WLAN und noch kein NFC-Payment (Stand Juni 2026) |
| ✅ Einfache Bedienung, viele Sport- und Gesundheitsmodi |
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